Jugendliche sollen als Bereicherung im Stadtbild gesehen und gefördert werden
Bei einer Ortsbegehung am Mittwoch, den 19.8.2009, auf der Skateranlage Hohl in Idar- Oberstein, konnten sich Vertreter von Bündnis 90 / Die Grünen, geleitet von Dieter Hochreuther vom städtischen Jugendamt, ein aktuelles Bild vom Zustand der Halle und den Bedürfnissen der jugendlichen Skater machen.
„Skater, die machen Krach, sind rücksichtslos und randalieren!“- Dieses, leider häufig geäußerte, Vorurteil gegenüber Skatern, wurde bei diesem Besuch völlig ad absurdum gestellt.
Im Gegenteil: die Jugendlichen Skater zwischen 13- 20 Jahre, die an diesem Ortstermin anwesend waren, zeichneten das Bild von verantwortungsbewussten Menschen, die eigentlich nur in Ruhe ihrem Hobby nachkommen wollen und respektvoll miteinander umgehen. Gelungene Tricks werden ohne Neid bejubelt. Neuankömmlinge, egal welchen Alters, werden vorurteilsfrei in die Gemeinschaft aufgenommen.
Bemerkenswert, neben dieser friedlichen Atmosphäre, ist das Engagement mit dem die Jugendlichen ihren Sport pflegen. So fand z.B. innerhalb des städtischen Ferienprogramms „Wohin mit den Ferien?“ in Eigenverantwortung ein Workshop für ca. 30 Kinder statt. Die regelmäßig selber organisierten Skater- Contests erfreuen sich, auch überregional, wachsender Beliebtheit. Ein großes Lob gilt an dieser Stelle den beiden Betreuern Thomas Jungbluth und Manfred Schmidt, die ein sehr partnerschaftliches Verhältnis mit den Jugendlichen pflegen und ihnen stets unterstützend zur Seite stehen. Die Identifikation der ca. 30 regelmäßigen Besucher mit „ihrer“ Anlage ist groß. Dient sie ihnen doch als Refugium, in das sie sich ungestört zurückziehen können, zumal sie von anderen öffentlichen Plätzen immer wieder vertrieben werden! – Diese Platzverweise erzeugen nicht nur unter den Jugendlichen Unverständnis und Unmut, wollen sie doch nur ihrem Sport nachgehen und niemanden ärgern! Auch ist dieser Zustand für Bündnis 90 / Die Grünen unhaltbar; die Jugendlichen dürfen nicht in dem Gefühl aufwachsen nur unliebsame Anhängsel zu sein. Sie sollten als Bereicherung im Stadtbild gesehen und gefördert werden.- Auf der Skateranlage ist auch festzustellen, dass die Anzahl von nicht skatenden Besuchern stetig anwächst. Ein klares Zeichen dafür, dass sich die Anlage mehr und mehr zum Jugendtreff entwickelt und hier ein klares Bedürfnis besteht.
Leider wurde aber auch deutlich, dass die räumlichen und baulichen Zustände dem Engagement und Bedürfnis der Jugendlichen nicht gerecht werden. Fehlende Sitzmöglichkeiten im Außenbereich, ein undichtes Dach und eine defekte Heizungsanlage machen eine Nutzung der Halle im Winter manchmal unmöglich.
Hier sollten, neben der Klärung der Besitzverhältnisse, schnellstmöglich Abhilfe geschaffen werden.
Bündnis 90 / Die Grünen werden sich in Zukunft für die Stärkung der hier entstehenden Jugendkultur einsetzen.
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