Nationalpark: Die Grünen im Kreis bleiben bei ihrem Standpunkt, dass der Truppenübungsplatz als Standort durchaus Sinn macht.
Zunächst einmal möchten wir klar stellen, das der Kreisverband der Grünen Birkenfeld einen Nationalpark in jedem Fall begrüßt und unterstützt, egal in welchem Gebiet er nun ausgewiesen werden sollte. Leider konnte man dies so eindeutig aus unserer stark verkürzt dargestellten Pressemitteilung nicht herauslesen. Wir unterstützen dies, weil wir dafür sind, in einem großflächigen Naturschutzgebiet die natürlichen Kreisläufe ohne Einflussnahme des Menschen laufen zu lassen, ein Schutzgebiet zu schaffen, in dem sich der Mensch zurück nimmt. Neudeutsch nennt man dies Prozessschutzgebiet. Das heißt, das ewige Werden und Vergehen, das Entstehen von Wildnis wird zugelassen. Was dann entsteht, ist Lebensraum und Artenvielfalt.
Warum soll man aber nicht ein Zukunftsszenario für den Truppenübungsplatz entwickeln dürfen? Die militärische Nutzung in seiner jetzigen Form hat eine Artenvielfalt und Lebensräume erbracht, die in Deutschland ihresgleichen sucht. Was passiert, wenn die militärische Nutzung aufgegeben wird? Es wird eine Art „Schutzgebietsvakuum“ entstehen. Der Status als FFH- und Vogelschutzgebiet würde nicht ausreichen, um alle Begehrlichkeiten – zum Beispiel die Errichtung von Wind- und Energie-Parks, wie es ja auch schon formuliert wurde – abzuwehren. Mit der gleichen Argumentation bräuchte man auch keinen Nationalpark im Hochwald, da dieser ja auch bereits jetzt großräumig als FFH-Gebiet ausgewiesen ist.
Dass die Unterschutzstellung des Truppenübungsplatzes als Nationalpark doch auch Zug um Zug mit der Ausweisung von Teilgebieten oder auch der Unterschutzstellung von außerhalb angrenzenden Bereichen angegangen werden könnte, ist nicht lächerlich, sondern würde einen innovativen Ansatz der Konversion aufzeigen. Man sollte außerdem die klare Zielvorstellung „Umwandlung des Truppenübungsplatzes in einen Nationalpark“ als nachmilitärische Nutzung festschreiben und erste Schritte wie oben geschildert angehen.
Dass Herr Knaudt unseren Vorschlag als absurde Idee abtut und ins Lächerliche zieht, empfinden wir als Denkverbot, und es sind genau solche Denkverbote, die dazu beitragen, dass unsere Region heute in vielerlei Hinsicht so im Abseits steht.
Thomas Petry, Idar-Oberstein,
Kreisvorsitzender Die Grünen
Nahe Zeitung vom Mittwoch, 30. November 2011, Seite 18 (0 Views)
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