
26.02.26 –
Zum Thema Freiflächensolaranlage
1. Grundsätzlich finden wir das Projekt der Freiflächen-Solaranlage mit Akkuspeicher richtig und gut für unsere Region. Regional erzeugter und regional verbrauchter Strom entlastet die überregionalen Netze und trägt zur Wertschöpfung im Lande bei. Wichtig ist für uns dabei, dass kein wertvolles und nutzbares Ackerland dabei verloren geht, nach erster Ansicht des Projektes scheint das hier berücksichtigt worden zu sein.
2. Die aktuelle Batterietechnik mit Lithium-Eisen-Phosphat-Akkus hat ein hohes Maß an Sicherheit erreicht und ist nicht vergleichbar mit E-Auto-Akkus der ersten Generation. Insbesondere sind stationäre Akkus auch nicht Erschütterungen oder gar Beschädigungen im Straßenverkehr ausgesetzt wie im Auto. Insofern ist die Betonung auf Brandschutz der Anlage weit hergeholt, gebrannt hat in unserer Region eine Hackschnitzelanlage in Baumholder! Ich habe eingehend nachgeforscht und kein Brandereignis einer Freiflächensolaranlage mit Speicher in Deutschland finden können.
Der Investor hat bei der Darstellung des Projektes ja auch erklärt, dass das Thema Sicherheit ausführlich in den Planungsunterlagen geklärt wird, wenn wir grundsätzlich zustimmen.
Sorgen würde mir eher Sabotage machen, wenn man bedenkt wie oft schon Kabel von Ladestationen beschädigt wurden.
3. Ganz skurril wird es für mich als ehemaligem Chemie- und Physikstudenten mit Professoren aus der Kernforschungsanlage Jülich, wenn die Anlage abgelehnt mit der Forderung nach „billigem Atomstrom“. Atomstrom ist die teuerste und gleichzeitig gefährlichste Art Strom zu erzeugen überhaupt. Kein deutsches Energieversorgungsunternehmen will noch einmal in die Atomtechnik einsteigen nach Tschernobyl und Fukushima.
Nur als Hinweis, wir haben schon 7 Milliarden Steuergelder ausgegeben, nur um die Abfallhalde der Wismut(ehemaliger Uranbergbau) so zu sichern, dass nicht ständig radioaktive Abwässer ins Grundwasser sickern. Der Rückbau von Atomkraftwerken ist irrsinnig teuer und verursacht strahlenden Abfall in riesigen Mengen.
Die ehemalige Uranerzaufbereitungsanlagein Ellweiler wurde mit bisher 50 Millionen vom Land gesichert, wird weiterhin auf Sicherheit vor Strahlung kontrolliert. Ganz zu schweigen von nicht einmal kalkulierbaren Kosten der Endlagerung von enormen Mengen hochradioaktivem Abfall über Jahrtausende. Selbst die Suche nach einem Endlager wurde auf 2045 verschoben.
4. Neue große Atomanlagen in den letzten Jahren waren so teuer und wurden erst mit etlichen Jahren Verspätung fertig (Flammanville in Frankreich, Finnland ebenso und in GB Hinkley Point) dass selbst die französische Finanzaufsicht erklärt hat, dass dort niemals wirtschaftlich Strom erzeugt werden kann.
Und die SMR (Small Modular Reaktor) ,von denen jetzt viele reden, existieren bisher nur auf dem Papier. Und falls es sie wirklich geben wird, sind Unfälle nahezu vorprogrammiert, wenn statt 40-50 großen Anlagen in einem Land dann mehrere hundert bis tausend kleinere Reaktoren laufen. Fachleute sagen voraus, dass dann nicht wie jetzt etwa alle 10 Jahre ein großer Reaktorunfall passiert, sondern weltweit pro Jahr mehrere Unfälle rein statistisch zu erwarten sind. Und diese SMR müssten in der Nähe von Städten und Industrieanlagen stehen, um sinnvoll eingesetzt zu werden.
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BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Kreisverband Birkenfeld
Heike Holtermann
Idar-Oberstein
h.holtermann@gruene-birkenfeld.de
oder
Manuel Praetorius
55624 Rhaunen
Mobil: 0171 - 7412385
m.praetorius@gruene-birkenfeld.de
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